Wissenschaft und Selbsterkenntnis
Eindrücke vom Jubiläumskongress Essstörungen 2017
Teil 2

Auch wenn der Kongress in Alpbach jetzt schon einige Zeit zurückliegt, möchte ich unbedingt noch meine Eindrücke, Gedanken und Überlegungen zum zweiten Workshop des Teaching Days mit Dir teilen. (Teil 1 findest Du hier)
In diesem zweiten Workshop ging es um das weibliche Körperbild in der westlichen Gesellschaft, um das Wohlfühlen der Frauen im eigenen Körper, um Weiblichkeit. Themen, mit denen ich mich in der Vergangenheit wenig auseinandergesetzt habe. Themen, die mich irgendwie nicht zu betreffen schienen. Themen, die doch mehr mit meinem eigenen Leben, mit meiner eigenen Geschichte zu tun haben, als ich dachte…

Wollen Essgestörte "einfach nur" dünn sein?

Eine Essstörung ist eine schwere Erkrankung.
Es ist eine schwere psychische Erkrankung, eine Erkrankung der Seele. Eine Erkrankung, die schneller als man denkt, schneller als man wahrhaben möchte, auch körperliche Schäden nach sich zieht.
Eine Essstörung zeigt Dir, dass in Deinem Leben etwas grundsätzlich schief läuft. Sie zeigt Dir, dass es einen grundsätzlichen Mangel in Deinem Leben gibt, einen Mangel an Liebe, an Selbstbewusstsein, an Halt. Sie sind eine Überlebensstrategie. Eine Strategie, um in sehr schweren Zeiten am Leben zu bleiben, durchzuhalten, nicht vollkommen unterzugehen. Eine Essstörung erfüllt immer eine Funktion. Meist sogar mehrere, oft viele verschiedene Funktionen.
Über dieses Thema habe ich schon an verschiedener Stelle genauer geschrieben, z.B. hier oder hier.

Ich finde es deutlich zu kurz gegriffen, dem aktuellen Schönheitsideal des möglichst dünnen, nahezu abgemagerten, ja fast kindlichen Frauenkörpers die Schuld für die weite Verbreitung von Essstörungen zu geben.
Mehr noch! Es nervt mich ungemein, dass Essstörungen in der öffentlichen Diskussion oft ausschließlich mit photogeshopten Körpern in Hochglanzmagazinen, den Medien im allgemeinen und Sendungen wie Germany’s Next Topmodel im Besonderen in Verbindung gebracht werden.
Es ist aber ja auch so wunderbar einfach!

"Essstörungen nehmen zu? An uns, unserer Gesellschaft, unseren Werten, an Druck und Leistungsanspruch liegt das nicht. Die Medien sind Schuld!
Ist ja klar, dass immer mehr junge Mädchen magersüchtig werden, solange Heidi Klum Woche für Woche deutlich macht, dass der Wert einer Person unmittelbar mit ihrer Figur verknüpft ist!"

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!
Nun isst Heidi in jeder Folge der Model-Castingshow demonstrativ Burger und Döner, die Mädels werden in regelmäßigen Abständen beim Essen gezeigt und schwupps ist das Problem gelöst!

Abgesehen davon, dass Magersucht nur einen Teil der Essstörungen ausmacht, wird diese Einstellung dem Thema, der Erkrankung, dem Leid der Betroffenen in meinen Augen in keinster Weise gerecht.
Ich selbst bin nicht in die Essstörung gerutscht, weil ich "einfach nur" dünn sein wollte.
Ich bin nicht in die Essstörung gerutscht, weil ich auf meine alten Tage noch Model werden wollte, weil ich es irgendwie erstrebenswert finde, völlig entmündigt als wandelnder Kleiderständer auf den Laufstegen der Welt rumzuhüpfen – pardon, mit unnatürlich gerade durchgedrücktem Rücken auf unmenschlich hohen Schuhen grazil über die Laufstege der Welt zu stolzieren.
Ehrlich gesagt kenne ich niemanden, der "nur deswegen" diese schwerwiegende, gefährliche Krankheit entwickelt hat, der "nur deswegen" angefangen hat sich selbst zu kasteien, angefangen hat, dauerhaft gegen die eigene Natur zu leben.

ABER, wahr ist auch:

Welche Frau fühlt sich denn heutzutage noch wohl in ihrem Körper?

Viele Frauen, viel zu viele, ja ich würde sogar sagen, die Mehrheit der Frauen in unserer Gesellschaft ist unzufrieden mit ihrer Figur, unzufrieden mit ihrem Körper, mit ihrem Aussehen.
Und ja, vielleicht ist es bei der ein oder anderen genau diese Unzufriedenheit, genau diese ständig präsenten, vermeindlichen körperlichen Unzulänglichkeiten, die letztlich das Fass zum Überlaufen bringen, das Fass der Leere, der Selbstzweifel, des Kontrollverlusts. Vielleicht ist es bei der ein oder anderen genau der letzte Tropfen der noch fehlt, um eine handfeste Essstörung zu entwickeln.

Vor allem aber macht das bestehende Schönheitsideal sowie die kollektive Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper den Weg der Genesung für die Betroffenen zusätzlich schwer, den Weg AUS der Erkrankung.
Den Weg aus der Erkrankung, der eh schon gepflastert ist von unbändiger Angst vor Gewichtszunahme. Von unbändiger Angst vor einer Gewichtszunahme, die, einmal durch die Rückkehr zu ausgewogener Ernährung begonnen, vielleicht nie wieder endet. Der Weg aus der Erkrankung, der eh schon gepflastert ist vom Mangel an Vertrauen in den eigenen Körper, vom kritischem Beäugen, vom Überbewerten jeder vermeindlichen Veränderung an Po, Beinen, Bauch.
Wie soll ich als Betroffener begreifen, dass die Abwertung von Übergewicht, die Abwertung von Körperfett, das Streben nach einem dünnen, durchtrainierten Körper falsch ist? Wie soll ich begreifen, dass die negativen Gedanken über meinen eigenen Körper krankhaft, Teil meiner Erkrankung sind? Wie soll ich das begreifen, wenn doch genau diese Einstellung überall präsent ist? Wenn doch genau diese Einstellung elementarer Teil unserer Gesellschaft zu sein scheint?

Das bestehende Schönheitsideal verbunden mit der kollektiven weiblichen Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper spielt also irgendwie eine Rolle.
Ja… Wenn ich genauer darüber nachdenke, hat das Thema tatsächlich auch für mich einen Platz auf einem solchen Kongress, auf einem Kongress über Essstörungen.

Vom Wert der Weiblichkeit in unserer Gesellschaft

Unsere zweite Referentin des Workshop-Tages, Niva Piran, extra aus Canada, von der Universität in Toronto angereist, widmet sich in ihrer Arbeit genau diesem Thema – der Beziehung der Frau in westlichen Gesellschaften zu ihrem eigenen Körper. Der Beziehung zum eigenen Körper, die leider nicht besonders gut, nicht besonders liebevoll, nicht unbedingt wertschätzend aussieht – meistens zumindest.
Niva Piran und ihr Team wollen wissen, warum das so ist.

Als Kind machen wir uns noch kaum Gedanken um unser Erscheinungsbild, unser Auftreten, unsere Wirkung auf Andere. Wir sind einfach wir selbst, ganz natürlich, authentisch. Mal mit zersausten Haaren, mal mit Matsch-triefenden Klamotten, mal mit Rotznase. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich das allmorgentliche Kämmen, das Frisieren gehasst habe! Welchen Sinn sollte das haben? Was sollte falsch sein an zu allen Seiten wild vom Kopf stehenden Haaren? 😀
Irgendwann, nahezu unbemerkt, schleichend, änderte sich das.

Im Laufe der Pubertät werden wir zunehmend zur Frau (oder zum Mann, aber da kann ich zugegebenermaßen nicht wirklich mitreden 😉 ), die kindlichen Anteile gehen zunehmend verloren – und damit zumeist auch das unbekümmerte Verhältnis zu unserem eigenen Körper.
Auch daran kann ich mich noch gut erinnern.
Aber dazu später.

Es gibt nichts Wunderbareres und Unbegreiflicheres und nichts, was uns fremder wird und gründlicher verloren geht als die Seele des spielenden Kindes.

— Hermann Hesse

In dem zwei Stunden dauernden Workshop stellte Niva Piran, unglaublich sympathisch bemüht, dass auch die der englischen Sprache nicht ganz so mächtigen TeilnehmerInnen alle relevanten Informationen verstehen, eine ihrer neuesten Studien vor.
In dieser Studie begleiteten sie und ihr Team 27 Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren für 5 Jahre, also in ihrem Prozess der Pubertät.

Ergebnis:

  • 3 dieser 27 Mädchen zeigten am Ende der Erhebung ein rundum gesundes Verhältnis zu ihrem eigenen Körper. 3 aus 27 !
  • 5 der Mädchen entwickelten im Laufe der Jahre ein deutlich gestörtes Essverhalten.
  • Die restlichen Probantinnen verteilten sich auf das Kontinuum zwischen diesen beiden Extremen.

Nur 3 von 27, also gut 10 % der Frauen mit einem gesunden Körperbilderschreckend!

Ja, die Stichprobe ist klein und der Wert statistisch kaum belastbar.
Aber dennoch. Irgendwie spiegelt dieses Ergebnis doch auch alltägliche Erfahrungen wider.
Wie sonst lässt es sich erklären, dass in gefühlt jeder Ausgabe gefühlt jeder Frauenzeitschrift neben den neuesten Rezepten auch die neueste Modediät beworben wird? Wie sonst lässt es sich erklären, dass Milliardenumsätze mit Appetitzüglern, Nahrungsergänzungsmitteln und vermeindlichen Wunderpillen gemacht werden? Wie sonst lässt es sich erklären, dass Millionen von Frauen den immer neuen aktuellen Fitness- und Modetrends hinterherrennen und – für mich der Gipfel der Absurdität – seit Neuestem sogar Hunderte Euro bezahlen, um "intuitiv Essen" zu lernen, d.h. um zu lernen auf die Signale des eigenen Körpers zu hören?

Aber was sind die Ursachen dieser meist so negativen Veränderungen im Laufe der weiblichen Pubertät?

Frau Piran und ihr Team erklären sich das so:
In der Pubertät verändert sich neben den neuronalen Verschaltungen im Gehirn auch der eigene Körper, bei den Mädchen genauso wie bei den Jungs.
Doch während die meisten Jungs mit Freude ihre Muskeln sowie ihre sportliche Leistungsfähigkeit wachsen sehen, während sich die Jungs über den deutlich tieferen Tonfall ihrer neuen, männlicheren Stimme freuen, während sie die ersten zarten Härchen auf der Oberlippe als Zeichen künftiger Männlichkeit feiern, sind die Erfahrungen der körperlichen Veränderungen für die meisten Mädchen durchweg negativ.

Da entstehen plötzlich Rundungen an Brust, an Hüfte und Po.
Rundungen, die hauptsächlich aus Fett- statt aus Muskelmasse bestehen. Rundungen, die beim Sport eher ausbremsen als antreiben. Rundungen, die plötzlich die Aufmerksamkeit des anderen Geschlechts wecken – eine Aufmerksamkeit, die im besten Fall Bestätigung bringt. Eine Aufmerksamkeit, die aber meist verunsichert, im schlechtesten Fall verletzt, Grenzen überschreitet. Indem die Mädchen sich degradiert fühlen zum Sexobjekt, zum Sexobjekt, das von jedem Mann zu seinem persönlichen Lustgewinn angegafft werden darf. Degradiert zum Objekt, das bei jedem Mann jederzeit Phantasien hervorrufen kann – unkontrollierbar, beängstigend.
Laut Niva Piran ist zumindest an kanadischen Colleges die Quote an sexuellen Übergriffen erschreckend hoch. Daten für deutsche Schulen wurden nicht präsentiert. Aber betrachtet man die noch nicht lange zurückliegenden Geschehnisse in Köln oder die #metoo Bewegung im Internet, so scheint es auch in Deutschland noch immer viel Handlungsbedarf zu geben, was den Schutz von Frauen vor sexueller Belästigung angeht…

Solche Erfahrungen blieben mir selbst – Gott sei Dank – bisher weitgehend erspart!

Eine weitere für die Forscher wichtige Ursache des negativen Körpergefühls vieler Frauen erlebte ich dagegen am eigenen Leib:
Der weibliche Körper mit all seinen Notwendigkeiten, mit all seinen Gegebenheiten, die ihn optimal auf das Austragen eines Kindes vorbereiten, hat in unserer Gesellschaft keinen Wert. Oder zumindest nicht den Wert, den dieses Wunder der Natur eigentlich verdient hätte.

Die Tatsache, dass Fettdepos von ernormer Wichtigkeit sind, von enormer Wichtigkeit für die Bildung der weiblichen Hormone, von enormer Wichtigkeit für die kräftezehrenden Zeiten von Geburt und Stillen, wird konsequent ignoriert. Diese Tatsache wird beim Schönheitsideal der möglichst androgynen, fast mageren Frau genauso konsequent ignoriert wie auch beim neu aufkommenden Idealbild eines möglichst durchtrainierten, muskulösen weiblichen Körpers. (Aber darüber werde ich wohl an anderer Stelle noch einmal ausführlicher schreiben, liegt mir dieses Thema doch sehr am Herzen…)

Dazu kommt: Der weibliche Zyklus inklusive Menstruation erscheint in unserer Gesellschaft als etwas Peinliches, Unangenehmes. Ein Thema, über das möglichst gar nicht oder wenn, dann höchstens hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird. Die Präsenz in der Öffentlichkeit beschränkt sich meist auf den allseits, v.a. bei Männern "beliebten" Spruch: "Na? Du hast wohl mal wieder Deine Tage?"
Auch ich empfand die monatliche Blutung von Anfang an als lästig, unangenehm, peinlich.
"Meine Tage" waren immer begleitet von der ständigen Angst, irgendjemand in meiner Umgebung könnte etwas bemerken, von der ständigen Angst, man könnte es riechen, von der ständigen Angst vor sichtbaren Flecken.

Meine Frauenärztinnen (und ich habe in meinem Leben schon einige ausprobiert) waren meist ebenfalls nicht sehr hilfreich. Statt mir das unglaubliche Wunder des weiblichen Körpers deutlich zu machen, statt mich darüber aufzuklären, wie dankbar ich für diesen Körper sein konnte, mich darüber aufzuklären, wie wichtig diese natürlichen Vorgänge sind, um irgendwann einem kleinen Wesen Leben schenken zu können – statt dessen verschrieben sie mir in der Regel schnellstmöglich die Pille.
Ist ja auch viel praktischer! Der Zyklus wird planbar, synchronisiert, getaktet, Menstruationsbeschwerden und Akne werden gelindert (wobei ich beides zum Glück nie hatte), die Gefahr einer ungeplanten Schwangerschaft wird gebannt.
So schluckte ich wie die meisten Frauen meiner Generation über Jahrzehnte diese künstlichen Hormone
– ohne zu wissen, was diese mit und in meinem Körper anstellten, ohne in irgendeiner Form über die Wirkungsweise aufgeklärt worden zu sein, ohne mir über eventuelle Folgen bewusst zu sein.

Bleibt noch der letzte Punkt. Die letzte von den Forschern identifizierte Ursache für das verschobene Körpergefühl der Frauen in westlichen Gesellschaften:
Die gesellschaftlichen Konventionen, sprich das Idealbild einer Frau in unserer Gesellschaft.

Für die Analyse dieses Aspekts erweiterten die Forscher ihre Tests über eine reine Befragung der Teilnehmerinnen hinaus, indem sie die Mädchen im Verlauf der Jahre mehrfach baten, sich selbst in Realität sowie zum Vergleich ihr eigenes Idealbild zu malen.
Die dabei entstandenen Bilder – beeindruckend!
Negativ beeindruckend…
Wurden die Unterschiede zwischen den beiden Zeichnungen im Laufe der Zeit doch immer größer, immer drastischer – die Idealbilder der verschiedenen Probantinnen dagegen wurden einander ähnlicher und ähnlicher.

Was sich herauskristallisierte war – das weibliche Idealbild der westlichen Gesellschaft:
blond, blauäugig, hübsch zurechtgemacht in kurzem Rock und hohen Schuhen, dünn und – besonders auffallend – klein.
Ja, die ideale Frau in den Augen der Mädchen war nicht nur dünn, sondern vor allem auch klein!
Die naheliegende Erklärung: Die ideale Frau nimmt in westlichen Gesellschaften nach wie vor nicht viel Raum ein, sie ist unauffällig, zurückhaltend, leise, zart. Die ideale Frau hat weder emotionale noch körperliche Bedürfnisse, sie hat kein offensichtliches sexuelles Verlangen, keinen Appeitit, keinen Stuhlgang.
Ist ein Mädchen zu laut, zu präsent, zu aktiv – ist sie ein Wildfang.
Ist sie zu grob, zu markant, zu stabil – ist sie ein Trampel.
Ist sie sexuell zu interessiert, sexuell zu aktiv, zu aufreizend – ist sie eine Schlampe.
So oder so ähnlich lauteten zusammengefasst die Erklärungen der Mädchen nach einem Grund für diese Art der Darstellung gefragt.

Und Nein, das heißt nicht, dass Jungs nicht genauso mit gesellschaftlichen Normen und Konventionen zu kämpfen haben. Das heißt nicht, dass Jungs nicht ebenso große Probleme damit haben können, in das gesellschaftliche Raster passen zu müssen.
Aber nur weil die Situation für Jungs vielleicht genauso, wenn auch anders schlecht ist, wird sie für die Mädchen ja nicht besser…

Zum wiederholten Male auf diesem Kongress wurde ich schonungslos mit meiner eigenen Vergangenheit, mit meiner eigenen Geschichte konfrontiert:
Ich bin blond, nicht besonders groß und war immer eher dünn – aber dennoch weit entfernt vom weiblichen Idealbild.
Zu wenig ausgeprägt waren und sind meine weiblichen Rundungen, zu wenig ausgeprägt mein Interesse an Mode, Frisuren, Schminke, Schuhen, zu wenig ausgeprägt auch meine Begabung mich und meinen Körper hübsch zu machen.
Mein persönlicher Abgleich mit dem Frauenbild in der Gesellschaft ergab offensichtlich irgendwann, wenn auch unbewusst:

Du bist keine wirkliche Frau.

Aber ein Mann war ich natürlich auch nicht!
Also entscheid ich mich irgendwann, wenn auch unbewusst, nur Kopf zu sein, nur Gehirn, nur Verstand, quasi körperlos – denn intelligent war ich immerhin. Die Auseinandersetzung mit meinem eigenen Körper beschränkte sich für viele viele Jahre auf 5 Minuten während der morgendlichen Katzenwäsche.
Mit der Folge, dass ich selbst mit Ü30 kaum in der Lage bin, mich auf Bildern oder im Spiegel zu erkennen, dass ich selbst heute noch kaum in der Lage bin, mich mit meinem Äußeren zu identifizieren.
Aber: Hat diese Tatsache ihren Ursprung in der Gesellschaft? In meiner Persönlichkeit? Beides?

Ja, auch dieser Workshop eröffnete mehr Baustellen in mir als er schloss…

Ach, Du musst doch nur in der Ecke stehen und gut aussehen, den Rest macht der Mann.

— Stammtischspruch

Links in diesem Beitrag:
Zu den Blogbeiträgen:
Wissenschaft und Selbsterkenntnis – Teil 1, Warum willst Du krank sein?, Die Leere füllen
Weiterführende Literatur zur Forschung von Niva Piran: PubMed – Niva Piran
Originalveröffentlichung der Studie: Embodied possibilities and disruptions
Zum Buch von Nivan Piran über dieses Thema:
Journeys of Embodiment at the Intersection of Body and Culture: The Developmental Theory of Embodiment

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